
Ehrenamt in Mönchengladbach
Eine komplett langweilige Kindheit und Jugend: Unter anderem so würde die Welt wohl ohne Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler aussehen. Heute ist der Tag des Ehrenamts.
Veröffentlicht: Montag, 05.12.2022 05:22
Die Arbeit in der Tafel, bei Schützenvereinen, in Karnevalsvereinen, Ferienfreizeiten oder auch das sportliche Vereinsleben: Es gibt viele Angebote, die ohne Menschen, die sich freiwillig engagieren, nicht möglich wären. Sascha Horn war jahrelang Vorsitzender beim SV Wickrath-Berg. Heute, am Tag des Ehrenamts, macht er uns nochmal klar, was ehrenamtliche Arbeit für ihn bedeutet und warum sein Herz dranhängt:
"Ich möchte etwas ändern, ich möchte nicht, dass der Verein zugrunde geht. Dazu kommt noch, dass mein Ur-Großvater den Verein im Jahr 1906 gegründet hat. Also, es ist entsprechend Herzblut dabei."
Er will nicht, dass der Verein zugrunde geht. Er soll weiterleben - und das kann er nur, mit ehrenamtlichem Engagement. Dafür hat er aber auch einen Preis zahlen müssen:
"Da ist einiges auf der Strecke geblieben. Für Freunde ist nicht immer die Zeit da. Auch finanziell fließt mal der ein oder andere Euro, aber es ist auch schön!"
Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler opfern Geld, Zeit und stellen private Verpflichtungen hintenan. Aber es gibt im Schnitt immer weniger. Sascha Horn hat Sorge, dass wir innerhalb der nächsten 10 Jahren ein riesiges Vereinssterben erleben werden:
"Ohne die ganzen Ehrenamtler werden viele Sportvereine zugrunde gehen, Es ist notwendig, dass Personen sich diesem Hobby widmen, um dort Gemeinschaft und Zusammenhalt zu schaffen, was schön ist und wofür wir alle einstehen sollten."
Es fängt ja schon bei den Eltern an, die Trikots und Socken für den Spieltag waschen oder Kuchen backen, zum Beispiel.
Lisa Tellers und Sascha Faßbender haben in der Radio 90,1 Morningshow unter anderem über die Lage des Ehrenamts in Mönchengladbach gesprochen:
Autoren: Rahaf Al Hamdan / Sascha Faßbender

