
Die Unfallstatistik der Polizei in Mönchengladbach
Mehr Unfälle, mehr Schwerverletzte und leider, leider auch mehr Tote - das sind die traurigen Ergebnisse des Berichts zur Verkehrsunfallentwicklung 2022 bei uns in Mönchengladbach.
Veröffentlicht: Donnerstag, 02.03.2023 05:58
20 Prozent mehr Unfälle im Straßenverkehr mit Personenschaden und sogar sieben Tote: Der krasse Anstieg im Jahresvergleich zwischen 2021 und 2022 liegt aber vor allem auch an den vielen Corona-Einschränkungen im Jahr 2021. Allein durch das Home-Office sind weniger Menschen im Straßenverkehr unterwegs gewesen. Auch durch den Lockdown blieben mehr Menschen zu Hause als sonst. Deshalb schielt man bei allen Werten auch immer eher auf die Unfallstatistik für das Jahr 2019. Da waren es tatsächlich knapp 400 Unfälle mehr als im Jahr 2022.
Aber trotzdem sind der Leiter der Direktion Verkehr, Christoph Beeker und auch der Polizeipräsident Mathis Wiesselmann nicht zufrieden - auch weil bei Einzelauswertungen wie "Unfälle unter Alkohol oder Drogen" die Zahlen im Vergleich zu den Jahren vor Corona gestiegen sind. Eine krasse Zahl davon: 1,6 Promille ist der Durchschnittswert bei Fahrten unter Alkoholeinfluss. 2023 gilt es wieder mit mehr Vernunft und mehr Vorsicht unterwegs zu sein, bringt der Mönchengladbacher Polizeipräsident Mathis Wiesselmann auf den Punkt:
"Das kann verhindert werden. Hier muss sich jeder fragen: 'Bin ich aufmerksam genug im Straßenverkehr? Halte ich alle Spielregeln im Straßenverkehr ein?' Wenn wir das tun, dann werden wir kaum Unfälle haben. Wenn wir da unachtsam sind, dann haben wir die Unfälle!"
Auch die Zahl von Fahrerflucht ist gestiegen - und da sagt die Polizei Mönchengladbach ganz deutlich: Das ist kein Kavaliersdelikt!
Der Polizeibericht zur Verkehrsunfallentwicklung 2022 für Mönchengladbach war unter anderem auch Thema in der Radio 90,1 Morningshow (am 02.03.2023) bei Lisa Tellers und Sascha Faßbender:
Autoren: Gudrun Gehl / Sascha Faßbender

