
Zivilprozess um Tod der 13-jährigen Emily gestartet
Ab heute geht es vor dem Landgericht Düsseldorf um 125.000 Euro Schmerzensgeld. Das verlangt der Vater von Emily aus Mönchengladbach, weil sie 2019 auf einer Klassenfahrt nach London gestorben ist.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.02.2026 13:16
Zwei ihrer Lehrerinnen wurden deswegen bereits wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Die damals 13-jährige Emily war Diabetikerin. Die Lehrerinnen haben sich vor der Reise nicht über ihre Krankheit informiert. Das Gericht sah es damals als erwiesen an, dass Emily überlebt hätte, wenn sie die akute Überzuckerung früher erkannt und einen Notarzt gerufen hätten. Der Vater verklagt jetzt im anschließenden Zivilprozess das Land NRW auf Schmerzensgeld. Er sagt zur Begründung, es gehe ihm schlecht und er könne seiner Arbeit nicht mehr nachgehen. Das Land NRW bestreitet alle Ansprüche, sagt der Anwalt von Emilys Vater. Das Land glaubt auch nicht, dass er durch den Tod seiner Tochter erkrankt ist.