
Wurst-Skandal: Kritik an Informationspolitik
Die Verbraucherzentrale NRW und die Organisation Foodwatch werfen dem Fleisch- und Wurstwarenhersteller Wilke schwere Versäumnisse" beim Krisenmanagement vor.
Veröffentlicht: Dienstag, 08.10.2019 09:51
In der Produktion der Firma waren gefährliche Bakterien in Wurstwaren gelangt. Zwei Menschen in Hessen starben daran. Vor sechs Tagen wurde der Betrieb geschlossen. Die Produkte werden zurückgerufen. Auch rund 30 Betriebe aus Mönchengladbach bezogen Produkte der Firma Wilke. Die Stadt bekam allerdings erst nach und nach Informationen, um welche Betriebe es sich handelt und welche Produkte betroffen sind. Jetzt sind alle Firmen informiert und die Stadt überwacht den Rückruf. Lieferlisten des Unternehmens wurden allerdings viel zu spät herausgeben. Die Informationspolitik der Behörden sei unzureichend und unverantwortlich, sagen Verbraucherzentrale und Foodwatch. In solchen Fällen müsse schneller und transparenter gehandelt werden.