
Viele Unterbringungsangebote für Ukrainer
Die Hilfsbereitschaft in Mönchengladbach gegenüber den zu uns geflüchteten Ukrainern ist groß.
Veröffentlicht: Freitag, 04.03.2022 05:07
Am Dienstag hatte die Stadt eine zentrale Hotline und eine Mailadresse geschaltet, über die Unterkunftsangebote gemeldet werden können. Dort laufen gerade viele Angebote ein. Und auch in den Flüchtlingsunterkünften der Stadt sind bereits viele Ukrainer untergekommen. Täglich erreichen die Stadt gerade Anrufe und Mails von Bürgern, die private Unterkünfte für geflüchtete Ukrainer anbieten - und von Ukrainern, die Unterschlupf suchen. Allein am Mittwoch seien rund 250 Anrufe eingegangen. Leider seien die Angebote teils sehr unspezifisch, sagt die Stadt. Sie bittet darum, möglichst konkret zu sein - etwa wie viele Plätze und welche Räume zur Verfügung stehen, ab wann und für welchen Zeitraum. Von den 350 Plätzen für Ukrainer in den städtischen Unterkünften sind bislang etwa 50 belegt. Viele Fragen zur Unterbringung, Verteilung und Versorgung der Ukrainer sind derzeit noch offen. Nachdem die EU sich jetzt auf Regeln für die massenhafte Zuwanderung geeinigt hat, erwartet die Stadt bald konkrete Vorgaben vom Bund.
Hier die Infos im Überblick
Die Stadt Mönchengladbach hat eine zentrale E-Mail-Adresse für Hilfeersuchen und Hilfsangebote freigeschaltet.
Sie lautet ukrainehilfe@moenchengladbach.de . Telefonische Anfragen von Hilfswilligen und ankommenden Ukrainern nimmt die Stadtverwaltung unter den Rufnummern (02161) 25-2012 und -2013 entgegen. Die Rufnummern sind montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar.
Menschen aus der Ukraine, die derzeit nach Deutschland unterwegs sind, aber hier in MG keine private Unterbringung haben, sollen sich erst einmal an die Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, Gersteinring 52, 44791 Bochum (Tel: 02931/ 826600) wenden.
Infos für ankommende Flüchtlinge aus der Ukraine:
Ukrainische Staatsangehörige können visumsfrei in das Bundesgebiet einreisen und sich hier bis zu 90 Tagen ohne Aufenthaltstitel aufhalten. Daran anschließend kann eine Aufenthaltserlaubnis für einen weiteren Aufenthalt von längstens 90 Tagen beim Fachbereich Bürgerservice, Ausländerangelegenheiten Goebenstraße 4-8, 41066 Mönchengladbach beantragt werden. Die Antragstellung kann montags, mittwochs, freitags zwischen 8:00 und 12:00 Uhr erfolgen. Im Vorfeld wird um Kontaktaufnahme mit der Ausländerbehörde unter der Rufnummer 02161/2553180 oder 02161/2556789 oder per Mail an auslaenderwesen@moenchengladbach.de gebeten.
In den nächsten Tagen werden weitere Informationen zu aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen der Bundesregierung erwartet, durch die sich eventuell weitere Möglichkeiten ergeben könnten.
Alternativ kann auch ein Asylantrag gestellt werden.
Für die Antragstellung ist die Landeserstaufnahmeeinrichtung in Bochum zuständig: Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, Gersteinring 52, 44791 Bochum (Tel: 02931/ 826600).
Ob eine Antragstellung sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Es können sich daraus unterschiedliche Rechtsfolgen ergeben.
Mehr Infos:
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:
https://www.bamf.de/DE/Startseite/startseite_node.html
Botschaft der Ukraine in Deutschland:
Auswärtiges Amt: