
Van Laack Geschäft mit der Landesregierung Thema im Landtag
Die Diskussion um den Maskendeal zwischen dem Land NRW und der Mönchengladbacher Firma van Laack hält weiter an. Am Freitagvormittag (26.03) wird darüber im Landtag gesprochen.
Veröffentlicht: Freitag, 26.03.2021 09:54
Konkret geht es um die umstrittene Ausschreibung über gut 1,2 Millionen Stoffmasken für die nordrhein-westfälische Polizei. Die Abgeordneten wollen wissen warum die Landesregierung an dem Deal für die Alltagsmasken festhält, obwohl inzwischen auch bei der Polizei fast immer medizinische Masken getragen werden müssen. Das Problem: Wenn das Land die Ausschreibung zurücknehmen würde, würde die Firma van Laack auf den Stoffmasken mit NRW-Logo sitzen bleiben. Das könnte Schadenersatzklagen des Unternehmens nach sich ziehen. Solche Schritte hat van Laack in so einem Fall gegenüber der Landesregierung auch schon angedeutet. Deshalb will das Land die Ausschreibung weiter laufen lassen. Allerdings sollen die Masken nach und nach geliefert werden, weil der Bedarf nicht mehr so groß sei, heißt es. Das Mönchengladbacher Unternehmen van Laack hatte im Zuge der Corona-Pandemie mehrere Aufträge für Schutzausrüstung erhalten. Vor allem die Bestellung von zehn Millionen Schutzkitteln sorgte für Debatten, weil bekannt wurde, dass Johannes "Joe" Laschet, der Sohn von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, den Kontakt zu der Firma hergestellt hatte.