Urteil im Fall Rabea gefallen
Im Fall des getöteten Babys "Rabea" ist jetzt das Urteil am Mönchengladbacher Landgericht gefallen. Die Mutter wurde wegen Totschlags an ihrem neugeborenen Baby zu neun Jahren Haft und der Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik verurteilt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.12.2022 13:18
Die Anklage hatte lebenslange Haft für die Mutter gefordert, die Verteidigung plädierte für sieben Jahre Haft. Eine Gutachterin hatte bei der Angeklagten im Prozess eine Persönlichkeitsstörung festgestellt, weshalb sie vermindert schuldfähig sei. Das wurde beim Urteil berücksichtig. Die Mutter von Rabea hatte im Gericht schon gestanden, ihr neugeborenes Baby kurz nach der Geburt getötet zu haben, indem sie es mit dem Kopf gegen eine Kante schlug. Sie hatte aber auch behauptet, sich an vieles nicht zu erinnern und auch von der Schwangerschaft vor der Geburt nichts gewusst zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders. Ende März war der tote Säugling in einem Mülleimer am Volksgarten gefunden worden. Nach wochenlanger Suche konnte die Polizei die Mutter durch DNA-Tests finden.