
Unterschiede bei Nitrat-Belastung
Im Streit über schädliches Nitrat im Grundwasser droht die EU-Kommission Deutschland mit einer weiteren Klage, falls die Düngeregeln für Bauern nicht verschärft werden.
Veröffentlicht: Dienstag, 21.05.2019 07:27
Das geht aus einem Brief der Kommission an das Bundesumweltministerium hervor, so die DPA. Der Europäische Gerichtshof hat Deutschland schon im letzten Jahr verurteilt, weil an vielen Stellen zu viel Nitrat im Grundwasser ist. Auch am Niederrhein ist das der Fall. Die Ursachen dafür sind vielfältig, zeigen Analysen des VRS-Gewässerschutzes. Unter anderem werde bei uns in der Region intensiv Landwirtschaft betrieben. Entsprechend viel werde gedüngt. Dazu komme noch Gülle aus den Niederlanden, die auf den Feldern lande. Auch der Gemüseanbau trage stark zur Nitratbelastung bei. Im Vergleich zu anderen Nutzpflanzen wie Getreide, Zuckerrüben oder Mais sei die Gefahr der Auswaschung von Nitrat dabei höher, so der VRS-Gewässerschutz. Der Anbau von Zierpflanzen führe am Niederhein zu einer zusätzlichen Nitratbelastung des Grundwassers. In den Innenstädten, wo keine intensive Landwirtschaft betrieben werde, wie Mönchengladbach, sei die Nitratbelastung allerdings nur gering, so der Gewässerschutz weiter.