Umstrittenes Bauprojekt startet
Am Adenauerplatz laufen jetzt die Arbeiten für eines der umstrittensten Projekte der letzten Monate - die Caritas baut eine Kirche um. Hier soll unter anderem ein Tagestreff für Wohnungslose einziehen.
Veröffentlicht: Dienstag, 07.04.2026 07:00
Heute (07.03.) starten die Umbauarbeiten für ein umstrittenes Projekt in der Stadt. Der Umbau der Caritaskirche am Adenauerplatz beginnt. Entstehen soll hier, neben Büros für Caritas-Mitarbeiter und einem Multifunktionsraum, auch ein Tagestreff für wohnungslose Menschen. Während der Bauzeit entfallen laut Caritas Parkplätze an der Albertusstraße, und der Gehweg wird auf die gegenüberliegende Seite verlegt. Zeitweise soll es auch zu Sperrungen kommen. Der Umbau für 3,5 Millionen Euro soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein, der Tagestreff könnte bereits im nächsten Frühjahr einziehen. Aktuell befindet er sich noch an der Erzbergerstraße hinter dem Bahnhof. Anwohner und Gewerbetreibende befürchten, dass mit dem Tagestreff auch die Drogenszene an den Adenauerplatz verlagert wird. Die Caritas widerspricht: Am bisherigen Standort gebe es keine Berührungspunkte, daher werde die Szene auch nicht mit umziehen. Die Stadt hat die Baugenehmigung erteilt und begrüßt den geplanten Standortwechsel.
Mönchengladbacher Bürgerinitiative kritisiert die Pläne am Adenauerplatz
Einige Bürger befürchten, dass die Drogenszene vom bisherigen Standort an der Erzbergerstraße mit an den Adenauerplatz ziehen wird. Die Bürgerinitiative kritisiert, dass das Thema vor dem Baubeginn noch politisch aufgegriffen werden sollte. Deshalb werfe der Baubeginn bei ihnen Fragen auf. Die Stadt sagt, dass nur noch geklärt werden muss, ob der Tagestreff am neuen Standort weiter finanziell unterstützt wird. Diese Entscheidung stehe aber einem Baubeginn nicht im Weg. Eine Baugenehmigung der Stadt liegt vor, heißt es. Laut Stadt sind Tagestreffs ein wichtiger Teil der Hilfe für wohnungslose Menschen. Der bisherige Standort ist aber nicht mehr geeignet. Die Caritas betont, man habe keinerlei Interesse daran, dass der Adenauerplatz zu einem sozialen Brennpunkt werde.