
Studie: Tagebaue müssen weniger Kohle fördern
Wenn die Braunkohle-Fördermengen an die Klimaziele angepasst werden, müssen für den Tagebau Garzweiler keine Dörfer mehr umgesiedelt werden. Das steht in einer aktuellen Studie.
Veröffentlicht: Dienstag, 26.05.2020 12:13
Sie stammt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. In Auftrag gegeben wurde sie von der Umweltorganisation Greenpeace. Um die globale Erhitzung auf 1,75 Grad zu begrenzen, dürfen ab Januar 2020 nur noch maximal 280 Millionen Tonnen Braunkohle aus den Tagebauen Garzweiler und Hambach gefördert werden. Sonst könne Deutschland sein Treibhausgasbudget nicht einzuhalten, heißt es in der Studie. Die aktuellen Pläne der Bundesregierung und RWE gehen aber bis 2038 von wesentlich mehr aus. Die Umweltschützer fordern von der NRW-Landesregierung daher, die Tagebau-Leitentscheidung an die Klimaziele anzupassen und die geplanten Fördermengen deutlich zu verringern.