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Studie: Kohlestrom länger, Erneuerbare früher
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Studie: Kohlestrom länger, Erneuerbare früher

Der Ukrainekrieg wird uns wohl dazu zwingen, dem frühen Ausstieg aus der Braunkohle vorerst eine Absage zu erteilen. Zu dieser Ansicht kommt die IHK Mittlerer Niederrhein in einer aktuellen Studie. Die Kammer drängt vor diesem Hintergrund auf den schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien.

Veröffentlicht: Donnerstag, 14.04.2022 13:18

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Gaskraftwerke waren immer als Back-Up-Lösung für den Kohleausstieg betrachtet worden. Jetzt, wo über ein Embargo auf russisches Gas gesprochen werde, habe sich das dramatisch verändert, so die IHK. Es sei deshalb das Sicherste, einige Kohlekraftwerke noch bis 2038 am Netz zu halten - vor allem, bis die erneuerbare Energieerzeugung aufgebaut wurde. Rechnerisch müssten bis 2038 pro Jahr 104 neue Windräder im Rheinland entstehen, um den Kohlestrom zu ersetzen - momentan völlig utopisch. Die IHK empfiehlt deshalb auch, bis spätestens 2035 erste Wasserstoffkraftwerke ans Netz zu bringen. Gas könne inzwischen kaum noch als Ersatz für den wegfallenden Kohlestrom dienen, so die IHK.

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