
Stadt hält 350 Plätze für geflüchtete Ukrainer bereit
Die ersten Ukrainischen Flüchtlinge sind in Mönchengladbach angekommen. Die Stadt hat in den Flüchtlingsunterkünften rund 350 Plätze für geflüchtete Ukrainer reserviert. Außerdem wurde eine zentrale E-Mail-Adresse und eine Hotline für Hilfsangebote und -gesuche eingerichtet.
Veröffentlicht: Dienstag, 01.03.2022 15:14
Man sei darauf vorbereitet, Geflüchteten Schutz vor Krieg und Gewalt in ihrer Heimat zu bieten, sagte Oberbürgermeister Heinrichs. Man könne dabei auf die Strukturen und Erfahrungen aus den Jahren 2015/2016 zurückgreifen. Ein Stadtsprecher sagte uns außerdem: Notfalls könne man auch mehr als die momentan 350 Plätze für Ukrainer bereithalten. Ob das nötig werde, müssten die Entwicklungen der kommenden Tage zeigen. Neben einigen hundert in Mönchengladbach lebenden Ukrainern, die bereits Freunde und Verwandte aufgenommen haben, gibt es auch Unterbringungsangebote anderer Privatpersonen. Die Stadt hat für alle Hilfesuchen und Hilfsangebote jetzt eine zentrale E-Mail-Adresse und eine Hotline eingerichtet.
Die Stadt Mönchengladbach hat eine zentrale E-Mail-Adresse für Hilfeersuchen und Hilfsangebote freigeschaltet.
Sie lautet ukrainehilfe@moenchengladbach.de . Telefonische Anfragen von Hilfswilligen und ankommenden Ukrainern nimmt die Stadtverwaltung unter den Rufnummern (02161) 25-42512 und -42513 entgegen. Die Rufnummern sind montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar.
Infos für ankommende Flüchtlinge aus der Ukraine:
Ukrainische Staatsangehörige können visumsfrei in das Bundesgebiet einreisen und sich hier bis zu 90 Tagen ohne Aufenthaltstitel aufhalten. Daran anschließend kann eine Aufenthaltserlaubnis für einen weiteren Aufenthalt von längstens 90 Tagen beim Fachbereich Bürgerservice, Ausländerangelegenheiten Goebenstraße 4-8, 41066 Mönchengladbach beantragt werden. Die Antragstellung kann montags, mittwochs, freitags zwischen 8:00 und 12:00 Uhr erfolgen. Im Vorfeld wird um Kontaktaufnahme mit der Ausländerbehörde unter der Rufnummer 02161/2553180 oder 02161/2556789 oder per Mail an auslaenderwesen@moenchengladbach.de gebeten.
In den nächsten Tagen werden weitere Informationen zu aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen der Bundesregierung erwartet, durch die sich eventuell weitere Möglichkeiten ergeben könnten.
Alternativ kann auch ein Asylantrag gestellt werden.
Für die Antragstellung ist die Landeserstaufnahmeeinrichtung in Bochum zuständig: Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, Gersteinring 52, 44791 Bochum (Tel: 02931/ 826600).
Ob eine Antragstellung sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Es können sich daraus unterschiedliche Rechtsfolgen ergeben.
Mehr Infos:
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:
https://www.bamf.de/DE/Startseite/startseite_node.html
Botschaft der Ukraine in Deutschland:
Auswärtiges Amt: