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Pfleger wegen Totschlags in minder schweren Fall verurteilt
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Pfleger wegen Totschlags in minder schweren Fall verurteilt

Nach dem Tod eines Patienten hat das Landgericht Mönchengladbach jetzt einen Pfleger wegen Totschlags in einem minder schweren Fall verurteilt.

Veröffentlicht: Mittwoch, 09.06.2021 04:07

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Der 64-Jährige hat eine Haftstrafe von vier Jahren erhalten. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Im Prozess hatte der Angeklagte zugegeben, einem 55-Jährigen Patienten mehr Beruhigungsmittel gegeben zu haben, als verordnet. Das der Mann stirbt, habe er aber nie gewollt, so der Pfleger weiter. Im April 2018 war das Opfer tot im Bett der psychiatrischen Klinik in Viersen entdeckt worden. Eine Untersuchung ergab als Todesursache eine Überdosis Beruhigungsmittel. Laut Gericht, war der angeklagte Pfleger mit der Betreuung des Patienten überfordert. Der Mann habe ihn unter anderem beschimpft und bedroht. Die Anklage hatte eine Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten gefordert. Die Verteidigung wollte hingegen eine Strafe von nicht mehr als zwei Jahren. Sie will jetzt in Revision gehen. 

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