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Patientin negativ auf Corona getestet
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Patientin negativ auf Corona getestet

Die mögliche Corona-Infektion einer Patientin in Mönchengladbach hat sich nicht bestätigt. Infektionskette der Coronavirus-Fälle bei uns in der Region ist immer besser nachvollziehbar.

Veröffentlicht: Freitag, 28.02.2020 05:41

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Lage in Mönchengladbach

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Bei der Mönchengladbacher Patientin, die gestern als möglicher Verdachtsfall einer Coronavirus-Infektion getestet wurde, gibt es Entwarnung. Ein Abstrich habe ergeben, dass die Frau nicht infiziert sei, schreibt die Stadt Mönchengladbach. Die Frau sei bereits am Nachmittag nach Hause entlassen worden. Vorläufig in Quarantäne sind jetzt aber etwa 20 Mitarbeiter der Kliniken Maria Hilf, sowie 15 Patienten. Die Klinikmitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne, die Patienten werden im Krankenhaus beobachtet. Sie alle hatten Kontakt mit einem Arzt, der dort arbeitet, und bei dem das Virus nachgewiesen wurden. Laut Stadt weisen sie bislang keine Symptome auf. Allerdings hatten auch sie wohl Kontakt zu weiteren Menschen, die jetzt auch vorsorglich getestet wurden. Diese Laborergebnisse stehen noch aus. Dass der infizierte Arzt, der an den Maria Hilf Kliniken arbeitet, sich nicht in Mönchengladbach angesteckt habe, gelte als sicher, so die Stadt. Kontakt in Mönchengladbach habe er lediglich zu den Mitarbeitern und Patienten gehabt, die jetzt in Quarantäne sind. 

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Lage in der Region

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Bei ihren Bemühungen, die Infektionskette der Coronavirus-Fälle bei uns in der Region nachzuvollziehen, kommen die Behörden offenbar voran. Die rund 300 Besucher der Karnevalsveranstaltung, bei der auch das zuerst infizierte Ehepaar aus Erkelenz war, hätten sich inzwischen weitgehend gemeldet, sagt der Kreis Heinsberg. Ihnen habe man empfohlen, jetzt noch bis zum Wochenende zuhause in Quarantäne bleiben. Auch für die Kinder der Kita, in der die infizierte Frau gearbeitet hatte, wurde Quarantäne angeordnet. Sie konnten allerdings erst gestern auf das Coronavirus getestet werden. Ein Kind habe Symptome gezeigt, ein Test auf Corona sei aber negativ ausgefallen, so der Kreis. Nach dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus in Nordrhein-Westfalen sind inzwischen 20 Menschen nachweislich infiziert. Das Landes-Gesundheitsministerium und der im Fokus stehende Kreis Heinsberg teilten am Donnerstagabend mit, dass nach den bisher sechs Covid-19-Fällen 14 neue Fälle bestätigt wurden.

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Weitere Infos

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Ein Verdachtsfall liegt laut Robert-Koch-Institut vor, wenn unspezifische Allgemeinsymptome oder akute respiratorische Symptome (Atemnot) jeder Schwere vorliegen UND innerhalb der letzten 14 Tage vor Beginn der Erkrankung Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall bestand. Ein Verdachtsfall kann ebenfalls vorliegen, wenn akute respiratorische Symptome jeder Schwere vorliegen mit oder ohne Fieber UND ein Aufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn vorlag. Eine tagesaktuelle Liste mit Risikogebieten gibt es hier.

KREIS HEINSBERG:

Aufgrund der drohenden Epidemie teilen wir mit, dass Abstriche auf Coronavirus-Befall nur bei Patienten mit hohem Fieber durchgeführt werden.

Das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg ist unter 02452/135311 erreichbar.

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