
NGG kritisiert Arbeitsbedingungen bei Lieferando
Da die Restaurants schon seit mehreren Monaten geschlossen sind, bestellen immer mehr Mönchengladbacher ihr Essen online.
Veröffentlicht: Sonntag, 02.05.2021 07:48
Das führt zwar zu guten Geschäften des Marktführers Lieferando - doch die Fahrer arbeiten oft an ihrer Belastungsgrenze, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Vor allem kritisiert die NGG den Anreiz zur Akkordarbeit. Um über ihren normalen Verdienst von zehn Euro die Stunde zu kommen, müssen die Fahrer möglichst viele Bestellungen in kurzer Zeit ausliefern. Ab der 25. Bestellung zahlt Lieferando einen Zuschlag von 25 Cent pro Bestellung, ab dem 100. Auftrag gibt es einen Euro mehr. Das führe zu Stress bei den Fahrern. Auch der Arbeitsschutz werde nicht ernst genommen, heißt es weiter. Die gestellten E-Bikes seien oft nicht richtig gewartet und nur bedingt verkehrssicher. Die NGG fordert, dass sich Lieferando endlich zu fairen Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen bekennen muss. Bei Problemen sollten die Beschäftigten Rat bei der NGG suchen.