
NGG fordert Hartz-IV-Reform
In Mönchengladbach sind momentan rund 4.700 Menschen auf Sozialleistungen angewiesen - obwohl sie eine Arbeit haben. Das berichtet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Damit ist jeder fünfte erwerbsfähige Hartz-4-Bezieher in der Stadt ein sogenannter Aufstocker.
Veröffentlicht: Sonntag, 06.02.2022 09:44
Die NGG fordert deshalb unter anderem höhere Löhne. Besorgniserregend sei vor allem der hohe Anteil von Kindern, die unter Armutsbedingungen aufwachsen, sagt die NGG. Laut den Zahlen der Arbeitsagentur leben bei rund 2400 Hartz-4-Aufstockern in der Stadt Kinder mit im Haushalt. 775 dieser Haushalte würden von Alleinerziehenden geführt. Die angekündigte Kindergrundsicherung der Ampel-Koalition sei daher ein richtiger Schritt. Mit der Reform sollen bisherige Leistungen für Kinder gebündelt und ein höheres Existenzminimum festgelegt werden. Wichtig sei aber auch, das Hartz-4-System zu reformieren. Das hinke nämlich schon lange der Inflation hinterher. Außerdem müssten sich Unternehmen auch an die ausgehandelten Tarifverträge halten, so die NGG weiter.