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Neue Details zu Polizei-Skandal in Mönchengladbach
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Das Polizeipräsidium Mönchengladbach: Gegen mehrere Beamte laufen aktuell Ermittlungen wegen schwerer Vorwürfe.
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Neue Details zu Polizei-Skandal in Mönchengladbach

Die Mönchengladbacher Polizei steht weiter massiv unter Druck. Nach der Auflösung einer Dienstgruppe und mehreren Suspendierungen werden jetzt neue Details zu den Vorwürfen gegen Beamte bekannt.

Veröffentlicht: Freitag, 22.05.2026 05:00

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Die Vorwürfe gegen mehrere Polizisten in Mönchengladbach sind offenbar deutlich schwerwiegender als bislang bekannt. Das hat NRW-Innenminister Herbert Reul jetzt im Innenausschuss des Landtags bestätigt.

Demnach geht es unter anderem um sexuelle Übergriffe, gefährliche Körperverletzung, Bedrohungen, Beleidigungen und Strafvereitelung im Amt. Reul sagte dazu: „Sollte sich das auch nur in Ansätzen als wahr herausstellen, dann bekommen die entsprechenden Beamten gehörige Probleme.“

Die Ermittlungen waren Mitte April ins Rollen gekommen. Vier Polizistinnen hatten sich damals mit schriftlichen Beschwerden an eine Vorgesetzte gewandt. Danach gingen laut Innenministerium noch drei weitere Schreiben von zwei Polizistinnen und einem Polizisten ein.

In den Schreiben werden offenbar mehrere Vorfälle beschrieben, die teilweise bis zu zehn Jahre zurückliegen sollen. Ein Großteil davon soll sich innerhalb einer Dienstgruppe abgespielt haben, die inzwischen aufgelöst wurde.

Zudem wird offenbar nicht nur gegen die drei bereits suspendierten Führungskräfte der Polizei Mönchengladbach ermittelt. Offenbar sollen noch sechs weitere Beamte in die Fälle verwickelt sein.

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