
Möglicherweise mehr AIDS-Fälle als gedacht
Die Stadt vermutet das, weil während der Pandemie die Testmöglichkeiten auf HIV eingeschränkt waren.
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.12.2021 17:12
In Mönchengladbach könnte es deutlich mehr AIDS-Erkrankte geben als bisher angenommen. Das vermutet die Stadtverwaltung. Hintergrund ist, dass in Zeiten der Pandemie die Testmöglichkeiten auf das HIV-Virus gesunken sind. Zum heutige Welt-AIDS Tag macht die Stadt deshalb auf ihr eigenes Testangebot aufmerksam. NRW-weit gab es im letzten Jahr schätzungsweise 440 neue Aids-Diagnosen. Im Jahr zuvor waren es deutlich mehr - nämlich knapp 680. Die Stadt warnt jetzt aber vor einem Trugschluss. Die Zahl der Erkrankten würde nicht zurückgehen, ganz im Gegenteil. Die sinkenden Zahlen erklärt sich die städtische Präventionsstelle damit, dass es während der Pandemie ein deutlich schlechteres Beratungs- und Testungsangebot für das HIV-Virus gab. Und das in ganz NRW. Bei uns in der Stadt hat die Beratungsstelle allerdings ein kostenloses und anonymes Beratungsangebot - auch für andere Virus-Erkrankungen.