
Mitreden bei geplanten Naturschutzgebieten
Mönchengladbach soll mehr Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete bekommen. Festgehalten ist das im aktuellen Entwurf des sogenannten Landschaftsplans. Ab sofort können Mönchengladbacher dabei mitreden. Unter anderem sind virtuelle Bürgersprechstunden geplant.
Veröffentlicht: Freitag, 23.07.2021 12:24
Zu den momentan 16 Naturschutzgebieten in der Stadt sollen vier weitere dazukommen: In der Donk, Im Eschert, zwischen Mühlen- und Knippertzbach und im Buchholzer Wald. Außerdem kommen fünf weitere sogenannte Landschaftsschutzgebiete dazu, in denen nicht ganz so strenge Regeln gelten. Die Pläne für die Gebiete sind jetzt online auf der Website der Stadt. Fragen, Bedenken und Kritik können beim Fachbereich Umwelt eingereicht werden. Im August wird es außerdem drei virtuelle Bürgersprechstunden geben, später noch zwei Infoabende in Präsenz.
Alle Links und Infos gibt es hier:
Auf der städtischen Internetseite unter www.stadt.mg/landschaftsplan sind alle Infos zur Änderung des Landschaftsplans sowie entsprechende Karten, ein Formular zur Beteiligung und Kontaktdaten direkt zu finden.
Gelegenheit zur Einsichtnahme in die Planunterlagen sowie zur Äußerung und Erörterung für die Öffentlichkeit bestehen in der Zeit vom 22. Juli bis 3. September im Fachbereich Umwelt in der Dienststelle Rathaus Rheydt (Eingang B), Limitenstraße, 41236 Mönchengladbach, Eingang B, zweite Etage, montags bis donnerstags von 8:30 bis 16 Uhr sowie freitags von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr. Aufgrund der COVID-19-Pandemie ist der Zutritt zu den Dienststellen der Stadtverwaltung nur nach Terminvereinbarung per Telefon (02161/25 -8221, -8265, -8267, -8260) oder per E-Mail (umwelt@moenchengladbach.de) und unter Einhaltung der aufgrund der Pandemie geltenden Abstands- und Hygieneregelungen möglich.
Bedenken und Anregungen können schriftlich textlich oder mündlich nach vorheriger Terminvereinbarung zur Niederschrift bei der Stadt Mönchengladbach, Fachbereich Umwelt, Rathaus Rheydt, Gebäude Limitenstraße, eingebracht werden.
Via Zoom-Videokonferenz werden am 5. August, 12. August und 19. August von 15 bis 17 Uhr drei Bürgersprechstunden angeboten, bei denen die Planer und Experten des Fachbereichs Umwelt für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen. Die Anmeldevoraussetzungen sind ebenfalls auf der städtischen Website im Internet unter "Landschaftsplan" abrufbar.
Am Donnerstag, 26. August, sowie am Mittwoch, 1. September, werden jeweils um 16 Uhr zwei Präsenz-Infoveranstaltungen zum Thema angeboten. Aufgrund der COVID-19-Pandemie ist für die Teilnahme an diesen Informationsveranstaltungen eine vorherige Anmeldung per Telefon (02161/25-8221) oder per E-Mail (umwelt@moenchengladbach.de) bis spätestens zum 20. August erforderlich.
Stadtdirektor und Umweltdezernent Dr. Gregor Bonin ruft die Bürgerschaft zum Mitmachen auf: "Ihre Ortskenntnis über die freie Landschaft ist von unschätzbarem Wert und kann zu einem besseren Schutz durch den Landschaftsplan beitragen."
Hintergrund:
Aktuell gibt es in der Stadt 16 Naturschutzgebiete. Der neue Landschaftsplan erhöht die Anzahl um die vier weiteren Gebiete Donk, Im Eschert, zwischen Mühlen- und Knippertzbach (ehem. Militärhospital) und Buchholzer Wald. Damit steigt der Flächenzuwachs von 620 auf insgesamt 970 Hektar. Bei den Landschaftsschutzgebieten steigt die Anzahl von 18 auf 23. Statt 4.100 Hektar wird zukünftig eine Fläche von rund 4.300 Hektar geschützt. In Naturschutzgebieten ist ein besonderer Schutz der dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten gegeben, der Vorrang gegenüber menschlichen Nutzungsansprüchen hat. Im Gegensatz dazu sind Landschaftsschutzgebiete großflächiger und in der Nutzung nicht so eingeschränkt. Hier ist der Schutz der Landschaft und ihrer charakteristischen Bestandteile das Hauptziel.