
Linke will Rückkauf von NEW-Anteilen
Die Stadt soll ihre RWE-Aktien verkaufen - und dafür die Anteile der RWE-Tochter innogy am Stadtbetrieb NEW zurückkaufen.
Veröffentlicht: Freitag, 02.08.2019 04:45
Das würde sich auf Dauer finanziell für Mönchengladbach lohnen, so die Ratsfraktion der Linken. Die Partei hat einen entsprechenden Antrag vorbereitet.Der Zeitpunkt für einen Verkauf der RWE-Aktien sei günstig, so die Linken: Dieses Aktienpaket sei mit etwa 33 Millionen Euro bei der Stadt verbucht - beim aktuellen Börsenkurs ließe es sich aber für gut 40 Millionen Euro verkaufen. Dieses Geld könnte man dann verwenden, um die Innogy-Anteile an der NEW wieder in den Besitz der Stadt zu bringen. Zusätzlich müsste ein Kredit aufgenommen werden. Langfristig würde sich das aber auszahlen, glaubt die Partei: Aktuell müsse die NEW Kommunalholding jedes Jahr rund 19 Millionen Euro als Gewinnabführung an Innogy zahlen. Das würde dann wegfallen - so könnte man den Kredit für den Kauf der Anteile in 6 bis 11 Jahren abbezahlen und anschließend jedes Jahr höhere Gewinne für die Stadt einfahren.
Innogy hält aktuell rund 40 Prozent der Anteile an der NEW AG. Die Linke hat den Antrag bewusst in der Sommerpause gestellt, in der Hoffnung, dass die Groko eine Sondersitzung des Rats einberuft, um den guten Börsenkurs für den Verkauf der Aktien zu nutzen.