
Landgericht: Prozess um filmreife Autobahnfahrt auf der A52
Am Mönchengladbacher Landgericht sollen heute die Plädoyers in einem beinahe filmreifen Fall versuchten Totschlags gehalten werden. Auch ein Urteil könnte schon heute fallen.
Veröffentlicht: Montag, 28.09.2020 08:09
Die angeklagte Frau aus Kempen soll betrunken mit 130 km/h über die Autobahn gerast sein, während ihr Lebensgefährte auf der Motorhaube lag. Auf dem Parkplatz "Bockerter Heide" auf der A52 hatte sich das Paar gestritten. Laut Anklage setzte sich der Lebensgefährte dabei auf die Motorhaube ihres Autos. Die Angeklagte soll dann mit dem Mann auf der Motorhaube losgefahren und mit 130 km/h über A52 und A61 gerast sein. Mit Schlangenlinien soll sie versucht haben, ihren Lebensgefährten von der Motorhaube zu schütteln. Kurz hinter dem Kreuz Mönchengladbach soll sie dann so stark gebremst haben, dass der Mann auf die Fahrbahn fiel und sich schwer am Kopf verletzte. Er wurde später verletzt am Straßenrand gefunden, die Frau flüchtete. Angeklagt ist sie wegen versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung.