
KVNO fürchtet Ausstieg von Praxen aus Impfkampagne
Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein sorgt sich darum, ob noch genügend niedergelassene Ärzte impfen werden, wenn die Impfzentren bis zum Herbst geschlossen sind. Hintergrund sei die immer weiter sinkende Nachfrage nach Astrazeneca, aber auch die jüngste Impfempfehlung der STIKO.
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.07.2021 12:28
Die Ärzte impfen immer weniger und bestellen auch immer weniger Impfstoff, so die KVNO. Vor allem bei Astrazeneca sinke die Nachfrage. Dazu habe auch die STIKO-Empfehlung zu Kreuzimpfungen mit mRNA-Stoffen beigetragen. Als alleiniger Impfstoff verliere Astrazeneca damit immer mehr an Bedeutung und das verunsichere viele Patienten, so die KVNO. Auch für die Praxen werde dadurch vieles komplizierter, weil sie erneut nicht mit in die Entscheidung eingebunden wurden. Die KVNO macht sich Sorgen, dass Praxen deshalb aus der Impfkampagne aussteigen - und dann fehlen werden, wenn die kommunalen Impfzentren bis Ende September geschlossen sind.