
JHQ-Gelände in Mönchengladbach: Abschiebegefängnis rückt näher
Erst diese Woche gab es wieder eine Kundgebung gegen ein geplantes Abschiebegefängnis in der Stadt. Aber wie der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Günter Krings meldet, hat der Haushaltsausschuss des Bundestags jetzt einem Verkauf an das Land NRW zugestimmt.
Veröffentlicht:
Krings habe sich persönlich dafür eingesetzt. Gegenwind bekommt der CDU-Mann ausgerechnet von der katholischen Citykirche. Auch der Flüchtlingsrat in der Stadt sieht in den Gefängnisplänen einen Widerspruch zur Selbstverpflichtung der Stadt als „Sicherer Hafen“. Mit der Entscheidung des Bundes ist der Weg jetzt frei, dass das Land einen Teil des JHQ-Geländes kaufen kann, um dort ein Abschiebegefängnis zu errichten. Die Kosten für das Projekt sollen sich auf über 300 Millionen Euro belaufen.