
Inflation belastet Mönchengladbacher Haushalte zunehmend
Mönchengladbacher Haushalte verlieren durch die Inflation in diesem Jahr über 120 Millionen Euro. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitgeteilt. Allein bei den Lebensmitteln würden die Mönchengladbacher mit Mehrausgaben von rund 57 Millionen Euro belastet, so die Gewerkschaft.
Veröffentlicht: Donnerstag, 28.07.2022 13:55
Laut NGG sind in Mönchengladbach vor allem rund 51.000 Haushalte von Singles und Alleinerziehenden von der Inflation betroffen. Denn die würden mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 2000 Euro leben und am meisten unter den hohen Lebensmittel und Energiepreisen leiden. Dabei beruft sich die Gewerkschaft auf eine Kaufkraftanalyse des Pestel-Instituts. Demnach habe der durchschnittliche Haushalt in Mönchengladbach in der ersten Jahreshälfte rund 37 Euro bei Nahrungsmitteln, 33 Euro bei der Energie und 9 Euro bei der Mobilität mehr zahlen müssen. Gerade die Kosten für Energie werden vor allem in den Wintermonaten nochmal kräftig steigen. Schon jetzt liegt die Preissteigerung laut Verbraucherpreisindex bei mehr als 40 Prozent gegenüber letztem Jahr um diese Zeit. Deshalb fordere die Gewerkschaft die Bundesregierung auf, bei den Entlastungspaketen nachzulegen.