
IG-Bau fordert Hitze-Regeln
Hitzeschlag, Hautkrebs und Ozonbelastung sind alles Gesundheitsrisiken für die Mitarbeiter im Baugewerbe an Hitzetagen.
Veröffentlicht: Montag, 25.07.2022 04:02
Die IG Bau fordert deswegen, dass auf den Klimawandel im Baugewerbe reagiert werden sollte. In Büros gibt es klare Regeln im Arbeitsschutz. Im Freien gibt es diese Regeln dagegen nicht. Carsten Burckhardt von der IG Bau kann sich zwei Modelle vorstellen, wie man auf den Klimawandel und die heißen Temperaturen reagieren könnte: "Die Beschäftigten in dieser Branche sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Genauso wie ihre Kolleginnen und Kollegen vom Bau-Hauptgewerbe. Deswegen einmal das Siesta genannte verlängerte Mittagspausen-Modell aber auch das Sommerausfallgeld für die komplette Bauwirtschaft ist für uns ein ganz wichtiger Baustein." Die IG Bau hat für Dachdecker bereits vor zwei Jahren das Sommerausfallgeld im Tarifvertrag durchgesetzt. Wenn das Wetter die Arbeit der Dachdecker verhindert, bekommen diese 75 Prozent ihres Stundenlohns als Ausfallgeld. Die Arbeitgeber zahlen diese Umlage dafür in die Sozialkasse ein. Die IG Bau geht davon aus, dass die Hitzetage in den kommenden Jahren durch den Klimawandel noch mehr werden und sieht daher Handlungsbedarf beim Schutz der Arbeitnehmer.