
Hausärzteverband kritisiert Bürokratie in Arztpraxen
Der Hausärzteverband Nordrhein kritisiert den großen bürokratischen Aufwand in den Hausarztpraxen.
Veröffentlicht: Dienstag, 17.10.2023 04:39
Er fordert eine vereinfachte Bürokratie, denn dann könnten Ärzte deutlich mehr Patienten im Monat behandeln. Außerdem macht der Hausärzteverband auf die vielen unbesetzten Stellen der Allgemeinmediziner aufmerksam. Laut Hausärzteverband Nordrhein verbringe jeder niedergelassene Hausarzt im Schnitt rund 60 Stunden im Monat mit Verwaltungsarbeit rund um den Patienten. Dazu komme noch einmal der gleiche Aufwand für die Organisation und Verwaltung der Arztpraxen. Dadurch fehle den Ärzten Zeit für die Patientenbehandlung und -beratung. Deshalb fordert der Hausärzteverband eine Reform mit geringeren bürokratischen Vorgaben und einer faireren Bezahlung. Außerdem kritisiert der Verband die schrumpfende Zahl an Arztpraxen. Schon jetzt gebe es NRW-weit 1.100 unbesetzte Stellen für Allgemeinmediziner. Ende des Jahres werden einige Hausarztpraxen schließen, so der Verband.