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Grüne kritisieren Müll-Konzept
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Grüne kritisieren Müll-Konzept

Die Debatte um die Müllentsorgung in Mönchengladbach geht in eine neue Runde. Es gibt heftige Kritik an den Grünen.

Veröffentlicht: Montag, 22.07.2019 12:05

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Die Mönchengladbacher Grünen-Fraktion kritisiert die Koalition aus CDU und SPD wegen der vielen Fälle von wildem Müll in der Stadt. Diese seien eine Folge verfehlter Politik der Groko, so die Grünen. Unter anderem sind die Gebühren an den Wertstoffhöfen bei uns von 5 auf 15 Euro gestiegen - und zwar durch die neue, von CDU und SPD verabschiedete Gebührenordnung. Das trage zu den vielen Fällen von wildem Müll bei. Die Fraktion bemängelt außerdem, dass die neuen großen Restmülltonnen nichts am vielen wilden Müll ändern würden.

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Illegale Altreifenentsorgung in Wickrath
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Dabei sei gerade das ein Argument der Groko für die großen Tonnengrößen gewesen. Desweiteren seien die Einschränkungen, welchen Müll man als Sperrmüll abholen lassen kann, zu stark. Hier müssten deswegen neue Verträge mit dem Entsorger geschlossen werden, die das Abholen von mehr Abfällen erlauben, heißt es von den Grünen.

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SPD weist Kritik zurück

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Felix Heinrichs (SPD) bei einer Fridays-for-Future-Kundgebung
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Die SPD sieht das grundlegend anders: Die Gebühren seien nicht der Grund für den wilden Müll - in den meisten Fällen handele es sich nämlich um Elektrogeräte oder ähnliche Dinge, die man kostenfrei bei den Abfallhöfen abgeben könne. Die Gebühr sei erhöht worden, weil immer wieder Menschen aus den Nachbarkreisen versucht hätten, Müll in Mönchengladbach abzugeben - in anderen Städten sei die Abgabe nämlich bislang deutlich höher gewesen. Um zu beurteilen, ob die Größe der neuen Rolltonnen wilden Müll verringern kann, sei es noch zu früh, so Heinrichs. Am Jahresende werde das überprüft - falls nötig, könnte die Politik dann reagieren. Das Problem mit den starken Einschränkungen bei Sperrmüll sieht Heinrichs auch - ein neuer Vertrag mit mehr Möglichkeiten sei allerdings auch deutlich teurer.

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