Gewerkschaft kritisiert Befristungen
Viele Beschäftigte in Mönchengladbach haben einen befristeten Arbeitsvertrag - und tragen dabei vor allem in der Pandemie ein Risiko, ihre Stelle zu verlieren.
Veröffentlicht: Sonntag, 16.05.2021 07:27
Davor warnt jetzt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt und fordert ein Gesetz, das dieses Problem löst. Im letzten Jahr hatten 52 Prozent aller Neueinstellungen in der Stadt ein Verfallsdatum, so die IG Bau. Von rund 6.800 Arbeitsverträgen, die im zweiten Quartal neu abgeschlossen wurden, waren rund 3500 befristet. Also mehr als die Hälfte. Damit liegt Mönchengladbach weit über dem bundesweiten Schnitt von 39 Prozent. Vor allem in Branchen wie der Gebäudereinigung und der Landwirtschaft sind befristete Stellen stark verbreitet. Davon sind vor allem junge Beschäftigte betroffen. Die IG Bau fordert die Bundesregierung deshalb auf, Befristungen ohne einen sogenannten Sachgrund einzudämmen. Sachgründe sind beispielsweise Schwangerschaftsvertretungen oder eine Probezeit.