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Gewerkschaft bemängelt Arbeitsedingungen in der Fleischbranche

Bei einer Schwerpunktkontrolle im letzten Herbst wurden gravierende Mängel festgestellt.

Veröffentlicht: Sonntag, 22.03.2020 10:49

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Katastrophale Arbeitsbedingungen und Ausbeutung: Damit haben viele Beschäftigte der Fleischbranche zu kämpfen. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Sie beruft sich auf die Ergebnisse einer landesweiten Schwerpunktkontrolle aus dem vergangenen Herbst. Bei den Kontrollen wurden laut NRW-Arbeitsministerium in 85 Prozent der geprüften Betriebe teils gravierende Verstöße festgestellt. Diese reichten von fehlendem Arbeitsschutz bis hin zu extremen Arbeitszeiten. Besonders oft würden Beschäftigte aus Osteuropa darunter leiden, so die NGG. Sie werden mit guten Löhnen gelockt - und dann ausgebeutet. Ein Grund seien Werkverträge, bei denen Mitarbeiter für eine bestimmte Tätigkeit bezahlt werden. Die Gewerkschaft fordert deshalb die Fleischindustrie auf, sich zu Tarif- und Sozialstandards zu bekennen. Außerdem müsse das Land die Betriebe regelmäßig kontrollieren - und eine kostenlose Rechtsberatung für Beschäftigte aus dem Ausland anbieten. Allein in Mönchengladbach sind laut Arbeitsagentur rund 230 Menschen in der Schlachtung und Fleischverarbeitung beschäftigt.

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