
Ermittlungen im Mordfall Claudia Ruf schreiten voran
Demnach fehlen den Ermittlern 25 Jahre nach dem Mord noch DNA-Proben von rund 200 Männern oder ihren Hinterbliebenen
Veröffentlicht: Mittwoch, 02.06.2021 12:19
Im Mordfall Claudia Ruf hat die zuständige Polizei Bonn jetzt einen neuen Zwischenstand bekannt gegeben. Demnach fehlen 25 Jahre nach dem Mord an dem elfjährigen Mädchen den Ermittlern noch DNA-Proben von rund 200 Männern oder ihren Hinterbliebenen, um den großangelegten DNA-Massen-Test abschließen zu können. Laut der Polizei ist es besonders schwierig, von Männern, die mehrfach umgezogen und schließlich im Ausland gestorben sind, noch Angehörige für einen DNA-Abgleich zu ermitteln. «Es sind ein paar harte Nüsse dabei», so die zuständigen Ermittler. Claudia Ruf war am 11. Mai 1996 in ihrem Heimatort Grevenbroich Hemmerden südwestlich von Düsseldorf entführt, sexuell missbraucht und umgebracht worden. Ihre Leiche wurde später 70 Kilometer entfernt auf einem Feldweg in Euskirchen gefunden. Bis heute ist der Fall nicht aufgeklärt. Seit über einem Jahr wird aber mit Hilfe eines Massengentests in der Region nach dem Täter gesucht.