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Durchwachsene Bilanz nach zwei Jahren Cannabisgesetz
© Symbolbild
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Durchwachsene Bilanz nach zwei Jahren Cannabisgesetz

Zwei Jahre nach dem Start des Cannabisgesetzes zieht BKA-Chef Holger Münch eine durchwachsene Bilanz. Er sagt, das Gesetz erschwere die Polizeiarbeit, da Kleindealer schwerer zu fassen seien.

Veröffentlicht: Dienstag, 31.03.2026 03:58

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Auch die Polizei in Mönchengladbach teilt diese Ansicht. Auf Nachfrage von Radio 90,1 sagt die Polizei, dass es schwer sei, zu unterscheiden, ob jemand kleine Mengen Cannabis zum Eigenbedarf dabei hat oder damit handelt. Darüber hinaus sei der bürokratische Aufwand groß, wenn dieser Sachverhalt geklärt werden müsse. Oft hätten auch Dealer nur die erlaubten Mengen dabei. Ohne sie auf frischer Tat beim Handel zu ertappen, könne man ihnen nichts nachweisen. Erlaubt sind 25 Gramm. Entsprechend rückläufig ist laut Polizei auch die Zahl der gefassten Dealer. Nach der Legalisierung von Cannabis vor gut zwei Jahren gibt es in Mönchengladbach heute bisher einen lizenzierten Cannabis-Club. Er hat etwa 140 Mitglieder, sagt der Club auf Anfrage. Demnach baut er aktuell rund acht bis zwölf Kilo Cannabis an und darf im Jahr maximal 60 Kilo ernten. Laut Club dämme die Legalisierung den Schwarzmarkt ein. In Mönchengladbach versuchen weitere Vereine derzeit eine Anbaugenehmigung zu bekommen. 

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