Bürgermeister gedenkt in Lettland Holocaust-Opfern aus der Stadt
1941 sind auch aus Mönchengladbach, Rheydt und Wickrath Menschen von den Nazis nach Lettland verschleppt worden. Eine Delegation hat jetzt daran erinnert.
Veröffentlicht: Montag, 13.07.2026 13:33
Die Stadt Mönchengladbach hat sich an einer Gedenkfahrt des sogenannten Riga-Komitees nach Lettland beteiligt. Bürgermeister Bernhard Stein vertrat die Stadt bei Besuchen an mehreren ehemaligen Tatorten des Holocaust rund um Riga. Das Riga-Komitee ist ein Zusammenschluss von mittlerweile fast 90 Städten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern, aus denen während der NS-Zeit jüdische Bürgerinnen und Bürger nach Riga deportiert wurden. Auch aus Mönchengladbach, Rheydt und Wickrath wurden im Dezember 1941 rund 180 Menschen in das Ghetto Riga verschleppt. Die Delegierten besuchten unter anderem die Gedenkstätten Bikernieki, Rumbula und das ehemalige Lager Jungfernhof, um an die Opfer zu erinnern und die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten.