
Altersarmut in Mönchengladbach
Altersarmut wird in Mönchengladbach immer mehr zum Problem. Das geht aus Analysen des Deutschen Gewerkschaftsbunds und der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten hervor.
Veröffentlicht: Donnerstag, 17.10.2019 15:49
Demnach müssen aktuell etwa 3.660 Mönchengladbacher ihre Rente mit Minijobs aufstocken. Das sei ein Anstieg von mehr als 19 Prozent in den letzten fünf Jahren. Gleichzeitig sind auch immer mehr ältere Menschen auf staatliche Stützen angewiesen. Die Zahl der Rentner, die sogenanntes "Alters-Hartz-IV" beziehen ist im letzten Jahrzehnt bei uns sogar um 53 Prozent gestiegen. DGB und NGG sehen dabei verschiedene Gründe für die zunehmende Altersarmut. Der DGB sieht vor allem die Rentengesetzgebung als Problem - die Politik müsse dafür sorgen, dass die Renten nicht noch weiter sinken. Die NGG macht auch niedrige Einkommen als Grund für später zu geringe Renten aus - hier könnte die aktuell vom Bundesarbeitsministerium geplante Grundrente helfen, heißt es. Entscheidend sei dabei aber, dass es keine Bedürftigkeitsprüfung gebe - diese könnte auch die Falschen treffen, da es bei der Grundrente generell um Haushalte mit kleinem Einkommen gehe, so die NGG.