
Ärzte lehnen Grippeimpfung in der Apotheke ab
An der geplanten Möglichkeit der Grippeimpfung in der Apotheke wird Kritik laut. Der Virchowbund lehnt den Modellversuch in dem Bereich ab.
Veröffentlicht: Dienstag, 14.07.2020 11:49
Vor allem die unterschiedliche Vergütung der Impfung bei Apothekern und Ärzten sei ein Skandal, heißt es vom Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands. Die Pläne des Modellvorhabens sehen laut des Virchowbundes eine Vergütung von rund 12,60 Euro netto pro Grippeimpfung in der Apotheke vor. Das sei deutlich mehr, als das was Ärzte dafür bekommen würden. Sie müssten mit gut 7,70 Euro zu Recht kommen und das sei für die Praxen nicht kostendeckend, so der Bund. Dass Ärzte im Gegensatz zu Apothekern eine Versichertenpauschale abrechnen können sei kein Argument. Denn darin sei eine ganze Reihe von Leistungen enthalten, die innerhalb eines Quartals anfallen. Der Bund fordert deshalb eine deutlich höhere Vergütung von den Kassen pro Grippe-Impfung. Was für Apotheker gelte, müsse auch für Ärzte möglich sein, heißt es.