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1. Mai im Zeichen der Corona-Pandemie
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1. Mai im Zeichen der Corona-Pandemie

Anders als sonst wird es in diesem Jahr keine traditionelle Mai-kund-gebung in Mönchengladbach geben. Grund dafür ist die Corona-Pandemie. Stattdessen wird auf Online-Angebote gesetzt.

Veröffentlicht: Freitag, 01.05.2020 07:45

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Die Gewerkschaften wollen ihre Botschaften über das Netz verbreiten. "Die Pandemie und ihre Auswirkungen werden dabei im Mittelpunkt stehen", so der Mönchengladbacher DGB. Trotz der beschlossenen Hilfsprogramme dürfe man nicht übersehen, dass durch die Krise soziale Ungerechtigkeiten nochmal verschärft werden, heißt es vom Gewerkschaftsbund. Die Pandemie dürfe nicht missbraucht werden, um das Arbeitsrecht zu lockern. So müssten die maximale Arbeitszeit von zehn Stunden pro Tag und die Ladenschlusszeiten nach wie vor gelten. Außerdem müsse weiter auf die Gesundheit der Beschäftigten geachtet werden. Weil durch die Krise vielen Betrieben die Insolvenz droht, fordert der DGB auch mehr Sicherheit für Auszubildende. Sie müssen ihre Lehre zu Ende bringen können, so der Gewerkschaftsbund. Außerdem brauche es auch in Zukunft genügend Ausbildungsplätze. Denn auch nach der Krise werden Fachkräfte dringend gebraucht, so der DGB. Der Gewerkschaftsbund fordert außerdem eine deutlich höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheitsweisen. Statt der Wirtschaftlichkeit müsse hier die Versorgung der Patienten in den Vordergrund rücken. Viel zu lange sei das Gesundheitssystem zu Lasten von Pflegekräften und Patienten kaputtgespart worden. Das räche sich jetzt, so der Mönchengladbacher DGB. Der Gewerkschaftsbund begrüßt außerdem die Pläne der Bundesregierung, das Kurzarbeitergeld zu erhöhen. Hier sieht der DGB aber auch die NRW-Landesregierung in der Pflicht. Sie müsse Arbeitnehmer, die besonders finanziell belastet sind, mit einem Sonderfond unterstützen, heißt es.

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